Therapieüberwachung

Gerade nach Beginn einer medikamentösen Therapie ist eine engmaschige Überwachung wichtig. So wird empfohlen, im ersten Jahr nach Therapieeinleitung nach drei, sechs und zwölf Monaten jeweils eine klinische und laborchemische Überprüfung durchzuführen. Danach sollte das Überwachungsintervall an das Stadium der Erkrankung bzw. an das Ansprechen der Therapie angepasst werden.

Ob ein Ansprechen auf das Medikament mit dem Wirkstoff Ursodeoxycholsäure (UDCA) vorliegt, lässt sich durch Blutuntersuchungen feststellen. Jüngere Betroffene (unter 45 Jahren) oder Patienten mit einer bereits fortgeschrittenen PBC können ein geringeres Therapieansprechen aufweisen. Das therapeutische Ansprechen sollte spätestens nach einem Jahr untersucht werden. Bei manchen Patienten macht es aber auch Sinn, das Therapieansprechen schon nach sechs Monaten zu überprüfen. Bei gutem therapeutischem Ansprechen sollten sich die Leberwerte und das Bilirubin verbessern, insbesondere die Alkalische Phosphatase sollte sich verringert haben.

Neben den Untersuchungen des Blutes können je nach Erkrankungsstadium und Fortschreiten der PBC zusätzliche Untersuchungen, wie z. B. der Ultraschall oder die Elastographie (Lebersteifigkeitsmessung), Bestandteil der Therapieüberwachung sein. Weil mit der PBC auch Symptome und Begleiterkrankungen einhergehen können, sollten deren Besprechung und Diagnostik ebenfalls Platz in der Therapiekontrolle finden. Gegebenenfalls ist es sinnvoll – je nach Symptomstärke oder bei Verdacht auf weitere (autoimmune) Erkrankungen –, weitere Fachärzte hinzuzuziehen.

Hier finden Sie eine Übersichtstabelle über mögliche relevante Laborwerte, die im Rahmen der Therapieüberwachung überprüft werden können. Bitte beachten Sie, dass die Referenzwerte von Labor zu Labor abweichen können.