Gelenkbeschwerden

Gelenkbeschwerden können viele Ursachen haben. Die Ursachen sollten immer genau abgeklärt werden, denn dahinter kann sowohl ein altersbedingter degenerativer Prozess oder eine akute Überlastung stecken als auch ein weiteres Erkrankungsbild. Dennoch gibt es einige Tipps, die Betroffene – unabhängig vom Auslöser bei Gelenkbeschwerden – als hilfreich beschrieben haben.

Wärme- und Kälteanwendungen

Hier sind die Erfahrungen zweigeteilt. Ob Kälte oder Wärme die beste Linderung verschafft, muss individuell ausprobiert werden. Bei einer Schwellung von Gelenken ist wahrscheinlich das Kühlen die geeignetere Variante. Dafür kommen natürlich kühlende Salben, Umschläge und Kaltkompressen in Frage. Bei den Salben sollte auf die Verträglichkeit der Inhaltsstoffe geachtet werden – besonders dann, wenn Sie unter Juckreiz leiden und die Haut ggf. durch das Kratzen geschädigt ist. Viele dieser Salben enthalten Eukalyptus- oder Pfefferminzöl, um den kühlenden Effekt zu erzielen, was auf geschädigter Haut ein unangenehmes Brennen verursachen kann. Bei der Anwendung von Eisbeuteln und Kaltkompressen muss ein Tuch untergelegt werden, das die Haut vor dem direkten Kältekontakt schützt und somit eine „Verbrennung“ verhindert.

Eine Möglichkeit der Wärmeanwendung ist das Einreiben mit Cremes, die die Durchblutung fördern oder die Anwendung von Fangopackungen, Moor-, Heublumen- und Rosmarinbädern. Auch hier muss die individuelle Verträglichkeit für die Haut, aber auch die Wirkung auf das Herz-Kreislauf–System überprüft werden.

Grundsätzlich gilt, dass bei einem entzündlichen Prozess eher kühlende Mittel zum Einsatz kommen sollten.

Bewegung/Sport

Im Prinzip gibt es unter den Erfahrungen der Betroffenen nicht „die“ Sportart. Wichtig scheint allerdings zu sein, dass ein regelmäßiges Bewegungsprogramm durchgeführt wird. Die Intensität richtet sich nach der körperlichen Fitness/Leistungsfähigkeit und sportlichen Erfahrung und natürlich nach Art und Ursache der Gelenkbeschwerden. Einen kühlenden und gleichzeitig gelenkschonenden Effekt hat die Bewegung im Wasser. Bei akuten Entzündungen und Schwellungen ist jedoch eine zusätzliche Belastung durch sportliche Aktivität nicht anzuraten.

Als Tipp: Erkundigen Sie sich bei Ihrem Hausarzt oder Orthopäden nach einer Verordnung für Rehabilitationssport. Dieser umfasst in aller Regel 50 Einheiten. Anbieter des Reha-Sports sind oft ortsansässige Vereine oder Fitnessstudios. Wichtig zu wissen ist, dass für die Teilnahme am Reha-Sport keine Mitgliedschaft beim Anbieter notwendig ist.

Ernährungsumstellung

Die Umstellung der Ernährung hat einen festen Platz in den Aktivitäten zum Selbstmanagement. Betroffene berichten, dass die Veränderung der Ernährungsgewohnheiten einen wichtigen Bestandteil bildet, wenn es um das Wohlbefinden und die Linderung von Symptomen geht. Eine Kost mit viel Gemüse, frischen Zutaten und wenig Fertig- und Fleischprodukten (insbesondere wenig, wenn überhaupt Schweinefleisch) bilden eine gute Basis. Der Einsatz von hochwertigen Ölen aus Fettfischen und Nüssen (entzündungshemmende Omega-3-Fettsäuren) werden als hilfreich beschrieben, wenn es um die Schmerzlinderung bei Gelenkbeschwerden geht.

Alternative Medizin/Heilmethoden

Auch dieser Ansatz findet sich generell im Selbstmanagement wieder. Osteopathen und Heilpraktiker können mit ihren Ansätzen eine sinnvolle Ergänzung zur klassischen Schulmedizin bilden. Zurückhaltung bzw. eine vorherige Absprache mit einem PBC-Experten ist auf jeden Fall bei der Einnahme von Kräutern und Tinkturen oder frei verkäuflichen Medikamenten geboten, denn auch scheinbar harmlose Kräuter können eine Schädigung der Leber hervorrufen.