Primäre Biliäre Cholangitis

Primär Biliäre Cholangitis (PBC), früher auch unter dem Namen Primär Biliäre Zirrhose bekannt, ist eine langsam fortschreitende Erkrankung der Leber.

Der frühere Name wurde geändert, da die wenigsten Patienten mit dieser Erkrankung tatsächlich eine Leberzirrhose haben oder bekommen. In Einzelfällen und nach vielen Jahren kann es gelegentlich zu einer Zirrhose kommen, dies ist jedoch nicht der Regelfall.

Bei der PBC handelt es sich um eine sogenannte Autoimmunerkrankung. Das heißt, körpereigene Abwehrzellen des Immunsystems greifen keine Krankheitserreger an, wofür sie eigentlich da sind, sondern wenden sich gegen körpereigenes Gewebe oder Zellen.

Im Fall der PBC werden durch diese Fehlreaktion die Gallengänge in der Leber angegriffen. Die Gallengänge sind dafür verantwortlich, die Gallenflüssigkeit in Richtung Darm zu transportieren. Hier helfen sie bei der Verdauung der aufgenommenen Nahrung.

Bei der PBC werden diese Gallengänge geschädigt oder verstopft, so dass die Galle nicht mehr richtig fließen kann. Sie sammelt sich stattdessen in der Leber und kann dort weitere Gewebeschäden verursachen. Dadurch kann die Leber ihre wichtigen Aufgaben für den Gesamtorganismus nur noch eingeschränkt oder gar nicht erfüllen.

Eine gesunde Leber schützt vor Infektionen, entfernt giftige Stoffe aus dem Körper, „reinigt“ das Blut, hilft dabei, Nahrung zu verdauen und speichert Energie.