Behandlung der PBC

PBC gilt zum gegenwärtigen Zeitpunkt der medizinischen Forschung als nicht heilbar. Die überwiegende Zahl der Patienten aber reagiert positiv auf die Behandlung. Die Erstlinientherapie erfolgt mit Ursodeoxycholsäure (UDCA). Die empfohlene Dosis liegt bei 13-15 mg/kgKG. Bei den meisten Patienten kann dadurch das Fortschreiten der Erkrankung gestoppt oder verlangsamt werden, wenn UDCA der Verordnung entsprechend eingenommen wird. Bei Patienten, die unzureichend oder gar nicht auf UDCA ansprechen, gibt es seit Frühjahr 2017 die Möglichkeit Obeticholsäure anzuwenden. Die empfohlene Anfangsdosis liegt bei 5 mg/Tag und kann auf bis zu 10 mg/Tag in den ersten 6 Monaten gesteigert werden. Bei Patienten mit mäßig schwerer (Child Pugh B) und schwerer (Child Pugh C) Leberschädigung beträgt die Anfangsdosis 5 mg einmal wöchentlich. Der Einsatz von Obeticholsäure sollte nach Bewertung des individuellen Progressionsrisikos erwogen werden.

Bei beiden Medikamenten können sich der AP-Spiegel und auch die Leberwerte normalisieren. Die Dosierung der Medikamente muss individuell mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Gerade nach Beginn einer medikamentösen Therapie ist eine engmaschige Überwachung wichtig. So wird empfohlen im ersten Jahr nach Therapieeinleitung eine klinische und laborchemische Überprüfung in den Monaten 3, 6 und 12 durchzuführen. Danach sollte das Überwachungsintervall an das Stadium der Erkrankung, bzw. an das Ansprechen der Therapie angepasst werden.